Sehenswürdigkeiten und Ausflugtipps in und um Drolshagen 
Am 2. März 1477 wurde die Freiheit Drolshagen durch den Kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz zur Stadt erhoben und erhielt nun Mauer und Markt. Nach allen vier Himmelsrichtungen verbanden "Pforten" (Stadttore) die Stadt mit der Außenwelt. Im Rahmen dieses wehrhaften Ausbaus entstand auch der wuchtige Kirchturm. Eine kleine Tafel an der Nordseite des Turms mit der Jahreszahl 1491 (die halbierte acht ist als vier zu lesen!) kündet davon. Die nach 1235 erweiterte Kirche war in der Tradition der Zisterzienser bis dahin turmlos. Allenfalls dürfte ein kleiner Dachreiter ein Glöckchen getragen haben. Mit der Erhebung zur Stadt und ihrer Befestigung war aus einem unbedeutenden Flecken ein für den Kölner Landesherrn strategisch wichtiger Eckpfeiler vor den bergischen und märkischen Territorien geschaffen worden. Dennoch verlief das Leben weiter in dörflichen Strukturen. Das befestigte Drolshagen mit höchstens 40 Häusern und vielleicht 300 Einwohnern besaß bis 1950 immer noch einen mittelalterlichen Saum. 1803 beschloss die Reichsdeputation in Regensburg, die von Napoleon enteigneten linksrheinischen Güter durch Aufhebung der geistlichen Besitzungen zu entschädigen. Das zum Hochstift Köln zählende Herzogtum Westfalen wurde mitsamt seinen Klöstern dem Landgrafen Ludwig X. von Hessen-Darmstadt zugewiesen. Damit endete die kurkölnische Herrschaft im Sauerland und zugleich die Geschichte des Drolshagener Zisterzienserinnenklosters. Im Mai 1838 brannte Drolshagen bis auf wenige Gebäude vollständig nieder. Das verwinkelte Städtchen wurde anschließend mit geraden Straßenführungen und rechtwinkligen Straßeneinmündungen wieder aufgebaut. Der heutige Ortskern ist ein Zeugnis dieser Zeit. 
Zum Stadtbereich Drolshagen zählen insgesamt 57 Dörfer und Ortschaften. Das Wappen des Geschlechts der Herren von Drolshagen, deren Schutzherrschaft Drolshagen vor Gründung des Klosters unterstand, zeigt drei blaue Rauten auf goldenem Grund. Es war später das Wappen der ehemaligen Gemeinde Drolshagen-Land. Der gestürzte Anker und der waagerechte Pfeil verweisen auf die Patronate der Märtyrer Clemens und Sebastian. Es ist das Wappen der ehemaligen Gemeinde Drolshagen-Stadt. Geteilt wird das Wappen vom kurkölnischen Kreuz. DER MARKTPLATZ 
Der Marktplatz entstand nach dem Brand von 1838 im Gefüge der neuen rechtwinklig angelegten Straßen. Seine heutige Gestaltung bekam er 1991. Der Brunnen in der Mitte erinnert an Knotenpunkte der Ortsgeschichte, verbunden mit vier Sprüchen des Mystikers Angelus Silesius (1624-1677). Den Marktplatz säumen Häuser aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Stadtbrand. An der Ecke zur Gerberstraße unterscheidet sich der großvolumige Fachwerkbau, in dem heute die Sparkasse zu finden ist, mit seinem Mansardendach von den übrigen Hausformen der Ortsmitte. Direkt gegenüber befindet sich das ehemalige Hotel Schürholz, ein denkmalgeschütztes, prächtiges Fachwerkhaus. Es wurde von seinem Erbauer, Andreas Schürholz, als Hotel betrieben und war das "erste Haus am Platze". Heute befindet sich im Erdgeschoss ein Restaurant. Nach dem Stadtbrand konnten sich am Marktplatz und entlang der Hauptstraße nur die reichen Bürger ansiedeln. Je weiter sich die Baugrundstücke an den von hier ausgehenden Straßen entfernen, umso bescheidener fielen beim Wiederaufbau nach 1838 die Neubauten aus. 
Das Haus Ecke Annostraße/Kirchplatz, in dem sich das Stadtcafé befindet, gehört zu den ersten Steinbauten in Drolshagen. Es entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bis dahin gab es ausschließlich Fachwerkbauten mit Lehmgeflecht. Die schönen, für Drolshagen seltenen Stuckornamente sind für diese Zeit typisch. Das gegenüber liegende Haus steht dort, wo sich einmal das alte Rathaus befand. 1554 soll das Rathaus einen kleinen Turm erhalten haben; es verfiel aber später und war schließlich so baufällig, dass es bereits elf Jahre vor dem Totalbrand abgerissen wurde. DIE ST.-CLEMENS PFARRKIRCHE 
Die Pfarrkirche St.-Clemens reicht in ihrer ältesten Gestalt in die Zeit des Bischofs Anno von Köln (1050-1075) zurück. Bei Restaurierungsarbeiten im Altbau wurde eine Silbermünze gefunden mit der Umschrift "Otto Imperator Augustus". Sie bezieht sich auf Kaiser Otto III. (996-1002) und dürfte das Alter des ersten Kirchbaus für das (vielleicht schon frühe) 11. Jahrhundert bestätigen. In dieser Zeit war die Kirche ein flach gedeckter Saal mit halbrunder Apsis. Nachdem 1235 das Grafenpaar Heinrich III. von Sayn und seine Gemahlin Mechthildis von Landsberg in Drolshagen ein Zisterzienserinnenkloster gestiftet hatten, wurde die bescheidene Saalkirche als Basilika ausgebaut. Das heutige Mittelschiff wurde höher gezogen und auf mächtigen vorgelagerten Pfeilern eingewölbt, Seitenschiffe angegliedert und mit dem Hauptraum verbunden. Der Chorbereich entstand nachfolgend. Da Zisterzienserkirchen auf Türme verzichteten, ist der mittelalterliche Kirchbau als schlichte romanische Basilika zu denken. Erst im Zuge der Stadtbefestigung kam 1491 der heutige Turm als Wach- und Wehrturm hinzu. 
Das Innere der Kirche überrascht mit seinem strengen, hochgereckten Mittelschiff. An der äußeren Chorwand finden sich vier Säulen, die aus dem Kalksinterstein der römischen Eifelwasserleitung stammen sollen. Als in den 1960er Jahren der Kirchenraum einen modernen Anbau erhielt und die romanische Kirche renoviert wurde, fand man in den Apsiden der Seitenschiffe romanische Fresken, die zur frühen Ausstattung der Basilika gehört haben dürften. Beachtenswert sind weiter der Taufstein (13. Jh.), ein gotisches Sakramentshäuschen im Chor und eine Pieta aus dem 15. Jh. sowie barocke Skulpturen des 18. Jh.s: eine Kreuzigungsgruppe im Chor, die Kanzel, der Sebastians-Altar und der Orgelprospekt von 1787. Im Glockenstuhl befinden sich sechs neue Bronzeglocken und eine Stahlglocke, die als die größte im Erzbistum Paderborn gilt, insgesamt ein anspruchsvolles Geläut. Alle Glocken zusammen haben ein Gesamtgewicht von etwa 18 Tonnen. DAS ALTE KLOSTER 
Im Jahr 1235 schenkten Graf Heinrich III. von Sayn und seine Gemahlin Mechthildis von Landsberg den Zisterzienserinnen zur Gründung eines Klosters in Drolshagen den dafür notwendigen Grundbesitz. Dazu gehörten ein Amtshof neben dem Dorf, neun weitere Höfe mit allem Zubehör, Mühle, Küsterei mit Grundeigentum und weitere Pfründe. Mit zur Stiftung gehörte der Ausbau der Kirche als gemeinsame Kloster- und Pfarrkirche. Das Haus an der Ecke Hagener-/Gräfin-Sayn-Straße steht in der Tradition dieses Klostergutes und ist auch in seiner heutigen Gestalt das älteste Haus der Stadt. An einem Torpfeiler des Anwesens erinnert ein Gedenkstein an die Äbtissin Anna Elisabeth von Neuhof, deren Umsicht das Kloster seine Erneuerung nach dem 30jährigen Krieg verdankte. Das Kloster war vornehmlich dem Adel vorbehalten. Aufgenommen wurden Töchter sauerländischer und rheinischer Geschlechter. Die geistliche Aufsicht über das Kloster hatten die jeweils amtierenden Äbte des Zisterzienserklosters Marienstatt im Westerwald. Deren Tätigkeit als Visitatoren ist seit 1539 nachzuweisen. Von Marienstatt kam auch der Klosterseelsorger. Natürlich prägte das Auf und Ab der Zeiten immer auch das Ordensleben. Nach der Reformation sank im späten 16. Jahrhundert die Zahl der Ordensfrauen auf vier, so dass der Chordienst nicht mehr "gehörig" wahrgenommen werden konnte. Die Klausur wurde nachlässig gehandhabt, die Ordenstracht verschmäht. Doch bei Beginn der Wirren des 30jährigen Krieges, in denen der Konvent zeitweise Zuflucht in Köln suchte, nahm der sittliche Verfall des Klosters ein Ende. Ein trauriges Kapitel war im letzten Jahrhundert des Drolshagener Klosters der wirtschaftliche Niedergang. Schlechte Wirtschaftsführung und der allzu unternehmungslustige Prior Eugen Hartung (1762-1785) brachten das Kloster an den Rand des finanziellen Ruins. Die zur Auflösung der geistlichen Besitztümer führende Säkularisation von 1803 fand darum bei den verbliebenen Nonnen kein Bedauern. Der kleine Konvent verließ das zum Verkauf anstehende Kloster bereitwillig. Zwei Schwestern siedelten ins Pfarrhaus über. Käufer der schlechten Bausubstanz wurde der Drolshagener Bürger Theodor Alterauge. Jedoch hatte die Kirchengemeinde dem Kloster erst 1763 eine eigene Kirche gebaut, um den langen Streit um die gemeinsam benutzte Kirche zu beenden. Auch dieser noch frische Bau wurde demontiert und hinterließ keine Erinnerung. 
Die Stadt erwarb das im Jahr 1844 noch nicht abgerissene und zu dieser Zeit intakte Klostergebäude für 4.250 Taler. Man nutzte die Räume als Schule für 120 Kinder, hinzu kam eine Wohnung für den Lehrer und eine für den Vikar. Das in den späten siebziger Jahren von Grund auf sanierte Gebäude beherbergt heute das Städtische Bauamt und die Musikschule. Der Gewölbekeller dient vielfältigen Nutzungen: Kunstausstellungen ebenso wie Trauungen und Veranstaltungen der VHS. WALDKAPELLE HÜNKESHOHL 
Die Marienkapelle Hünkeshohl, weitab vom Verkehr und Lärm der Straße, romantisch im Wald gelegen, ist eine beliebte Wallfahrts- und Betstätte. Sie verdankt ihre Entstehung einer bescheidenen einfachen Frau: Theresia Berg (1861-1929), die inzwischen bereits Legende wurde. Abb. Theresia Berg
Man erzählt, ein Windstoß habe ihr eines Tages beim Hüten oder Holzholen ein zerknittertes Marienbildchen zugeweht, das sie mit ihrer Haarnadel an einen Baum heftete, um hier fortan zu beten und immer frische Blumen, die sie unterwegs pflückte, mitzubringen. Das papierne Bild ersetzte sie, so wie es zerfiel, durch eine einfache Marienfigur vom Typ "Fatima". Dies geschah in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Während des Weltkriegs nahmen weitere Drolshagener den versteckten Ort privater Marienverehrung an und wanderten mit ihren Sorgen in den Wald von Hünkeshohl. So geriet die zunächst ganz intime Stätte nicht in Vergessenheit. In Erinnerung an diesen friedlichen Ort gelobte ein heimischer Soldat, August Bone, inmitten des bedrängenden Kriegsgeschehens, wenn er gesund die Heimat wieder sehe, wolle er den Gebetsort im Hünkeshohl ausbauen und pflegen. Und bereits 1919 errichteten eine Reihe junger Männer aus Birkenstämmen ein strohgedecktes Kapellchen und stellten auf dem Hanggelände Bänke auf. August Bone pflegte die Anlage bis ins hohe Alter. Als die Kapelle morsch wurde, befassten sich Kirchengemeinde und Stadt mit ihrem Erhalt. 1954 übernahm es die Kolpingsfamilie, aus massiven Baumstämmen eine neue Kapelle zu bauen. Die mittlerweile zu stattlicher Größe herangewachsenen Fichten blieben erhalten; die Zufahrtsmöglichkeiten wurden verbessert. In der Nachfolge von August Bone übernahm für weitere Jahrzehnte Hans Wagner die Pflege der kleinen Wallfahrtsstätte, derzeit gefolgt von Willi Stachelscheid. 
Die Waldkapelle Hünkeshohl ist auch für ältere Menschen gut zu Fuß erreichbar. Der Weg durch den Stadtpark "Lohmühle", führt an dessen Ende über die Wormickebrücke. Dahinter wird die Straße "In der Trift" überquert, um gleich den ausgeschilderten Weg zum Hünkeshohl vor Augen zu haben. Am Ziel heißt es: "In stiller Waldeseinsamkeit sei gegrüßt Maria". DAS HEIMATHAUS 
Im Jahr 1993 erwarb der "Heimatverein für das Drolshagener Land" den "Gasthof Bone" und restaurierte das Bauwerk in den folgenden Jahren grundlegend. Im Oktober 1995 konnte das Haus dank der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, staatlichen und städtischen Zuwendungen, großzügigen Spenden Drolshagener Firmen und viel Eigenleistung als "Heimathaus" eingeweiht werden. Im Kellergeschoss befinden sich Brunnensaal und Gewölbekeller, die mit ihrem Feldsteinmauerwerk eine einmalige Atmosphäre bieten. 

Im Erdgeschoss ist die ehemalige Gastwirtschaft aus den fünfziger Jahren renoviert worden. Zusätzlich entstand anliegend ein gemütlicher Raum mit einem alten Ofen, Kassettendecke und Wandtäfelung. Auf der gleichen Ebene befindet sich die "Buchstube Heinrich Bone" als Katholische Öffentliche Bücherei. Das Obergeschoss beherbergt neben der Hausmeisterwohnung, Bibliothek und Fotoarchiv, Bücher, Dokumente und Bilder zur regionalen Geschichte. Das Dachgeschoss wurde im Jahr 2001/02 zu einem modernen Vortragssaal ausgebaut. Das Heimathaus liegt im Kernbereich Drolshagens. Als im Mai 1838 ein Totalbrand alles vernichtete, was innerhalb der ehemaligen Stadtmauer lag, knüpfte der anschließende Wiederaufbau nicht mehr am bisherigen mittelalterlichen Gassennetz an, sondern wählte für die neuen Straßen ein rechtwinkliges Grundraster. Die Eheleute Matthäus und Elisabeth Bone errichteten in der Annostraße ihr neues Haus. Als "Gasthof Bone" hat es von 1839 bis 1993 gedient. Die Landwirtschaft wurde bis 1968 betrieben. Es ist das Elternhaus des Pädagogen Heinrich Bone (+ 1893), der als Erneuerer des katholischen Kirchenliedes im 19. Jh., als Schulbuchautor ("Deutsches Lesebuch") und als Kulturpolitiker bekannt wurde. Die "Buchstube Heinrich Bone" bewahrt mit ihrem Namen die Erinnerung an ihn. Heute ist das Heimathaus ein Kultur- und Veranstaltungshaus mit mannigfachen Aufgaben. Dem Heimatverein ermöglicht es Ausstellungen und ein reichhaltiges Bildungsprogramm. Die Stadt Drolshagen, Fraktionen des Stadtparlaments, Vereine und Gremien nutzen es für Konferenzen und Versammlungen. Familienfeiern finden das Jahr hindurch statt und bieten mit einem variablen Raumangebot einen geschätzten Rahmen für private Feste. STADTMAUER UND PFARRHAUS 
Schon zwei Jahre bevor die ehemalige Freiheit Drolshagen 1477 durch den Erzbischof Ruprecht von Köln Stadtrechte verliehen bekam, wurde mit dem Bau einer Stadtmauer begonnen. Man versprach sich von ihr Schutz nach außen und Zusammenhalt nach innen. Durch vier Pforten, in denen die Haupthandelswege mündeten, gelangte man in die Stadt. Die Kirche lag am Stadtrand, vermittelte zwischen Kloster und Bürgerschaft. Pfarrhaus und Kloster lagen außerhalb der ummauerten Stadt, wenngleich der Klosterbereich ebenfalls umfriedet war. Durch eine kleine Pforte gelangten die Nonnen in die von ihnen mitbenutzte Kirche. Die Reste der Stadtmauer hinter dem Chor der St.-Clemens-Kirche sind das letzte Zeugnis des noch bis zum Stadtbrand von 1838 zu großen Teilen bestehenden Mauerrings. Dieser wich der ganz anders konzipierten Planung des Wiederaufbaus. Ungefähr an der Stelle, wo sich jetzt der Eingang in den Pfarrgarten befindet, stand in der Stadtmauer der Pulverturm, dessen Name auf seine Funktion als Lagerstätte für explosives Material hindeutet. 
Der alte Pastoratshof lag mit seinen Wirtschaftsgebäuden außerhalb der Stadtmauer und blieb aufgrund dieser Lage vom Stadtbrand verschont. Das Wohngebäude war aber 1848 so baufällig geworden, dass es abgerissen wurde. Unmittelbar daneben begann man mit dem Neubau, für den 4600 Taler Baukosten veranschlagt waren. Angeblich wurde das Gebäude so gedreht, dass der Pfarrer nicht auf den Friedhof schauen musste. Das neue Pfarrhaus war 1850 fertig. Mit seiner Schaufront weist es zu dem großen, ummauerten Garten, von dessen prächtiger und streng symmetrischer Anlage heute nur noch einige Terrassen und ein Weg zeugen. Diese Gartenfront des Pfarrhauses ist ein hervorragendes Beispiel klassizistisch-biedermeierlicher Gestaltung. Die symmetrische Anlage und klare Gliederung sind dafür kennzeichnend, aber auch der repräsentative Türaufbau. Das Pfarrhaus wurde unter Pfarrer Joseph Hermann Gördes gebaut. Zu seiner Zeit betrieben die Drolshagener Pastoren noch Landwirtschaft. Im 19. Jahrhundert haben sie wesentlich dazu beigetragen, die Viehzucht zu verbessern, die Felderträge zu steigern und eine vernünftige Fortwirtschaft zu betreiben. GUT KALBERSCHNACKE AM LISTERSEE 
Die Herkunft des doch recht ungewöhnlichen Namens "Kalberschnacke" ist nicht eindeutig. Die wahrscheinlichste Erklärung ist "Kalbesnacken", also "Kälberhügel". Das wäre ein Hinweis auf die frühe landwirtschaftliche Nutzung. Der Hof Kalberschnacke gehörte ursprünglich dem adligen Geschlecht derer von Neuhof und kam im 15. Jahrhundert in den Besitz der Drolshagener Zisterzienserinnen. Der Hof wurde - wie andere Höfe des Klosters, z.B. der Hof in Fahrenschotten - alle sieben Jahre am Feste Petri Stuhlfeier neu verpachtet. Im Jahre 1737 war die Pachtzeit des Johannes Voss auf dem Hofe Kalberschnacke abgelaufen, und weil er mit seinen Abgaben säumig war, folgte ihm als neuer Pächter Henrich Halbfas, bisheriger Pächter auf dem Klosterhof Öhringhausen. Im Rahmen der Säkularisation wurde die Pächter Eigentümer des Anwesens.
(Abb.: Die Listertalsperre ist eine der ältesten Talsperren im Sauerland.) In den Jahren 1907 -1913 wurde die Listertalsperre errichtet. Die Ländereien des Hofes erstreckten sich nun entlang des Sees. Oberhalb des Listersees wurde in den 50er Jahren die Campinganlage "Gut Kalberschnacke" gebaut. Der Hof ist heute immer noch in direkter Linie im Besitz der Familie (seit 1737). 
(Abb.: Familie Halbfas im Jahre 1911) Das Haupthaus beherbergt ein beliebtes Ausflugslokal. Idyllisch, direkt am See gelegen, ist Kalberschnacke Ausgangspunkt für viele Ausflüge in die Umgebung. Ein Bootsverleih rundet das Angebot ab. In Kalberschnacke leben permanent 11 Einwohner. In den Sommermonaten können es auch mal 700 bis 800 Menschen sein. DAS LABYRINTH 
Zusammen mit Drolshagen Marketing e.V. hat der Heimatverein für das Drolshagener Land in optimaler landschaftlicher Lage ein Heckenlabyrinth geschaffen, das eine sechstausendjährige Geschichte aufnimmt. In seiner Wegführung stellt das Labyrinth niemals vor Wahlmöglichkeiten. Man muss nach zahlreichen Umwegen, die zum Abschreiten des gesamten Innenraumes zwingen, dem Weg bis ins Zentrum folgen, bis dieser zwangsläufig zur Mitte führt. Das Labyrinth ist kein Irrgarten. Der Weg ist ohne Verzweigungen. Die einzige Sackgasse liegt im Zentrum selbst. Dort angelangt muss der Besucher seine Richtung ändern. 
(Abb.: Plan des Labyrinths) Labyrinthe sind Symbole der Mitte. Immer umkreisen sie das Zentrum, kommen ihm nahe und führen erneut an den äußersten Rand zurück, so dass der Wanderer den Überblick verliert und nicht mehr weiß, wo er auf seinem Weg ist. Dennoch bleibt der Labyrinthgänger stets von der geheimnisvollen Mitte gehalten. Das Labyrinth ist ein Rätsel. Es ist das All und die Welt, das Leben des Menschen und der Schoß der Mutter Erde, die Windungen des Hirns, die Pilgerfahrt, die Reise, der Tod und die Wiedergeburt, der Weg zu uns selbst und der Weg zu Gott und gibt Raum für vielfältige Assiziationen. Wer Labyrinthe begehen will, geht von außen nach innen. Er macht sich auf einen Weg der Wandlung. Im Labyrinth verliert man sich nicht.Im Labyrinth findet man sich.Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus.Im Labyrinth begegnet man sich selbst. Das Drolshagener Labyrinth ist zu finden, wenn man, aus Richtung Olpe kommend, den Kreisel an der zweiten Ausfahrt Richtung Benolpe verlässt. Von der Benolperstraße wird Richtung Stupperhof abgebogen. Dort parkt man und geht den asphaltierten Weg zur Anhöhe über den Häusern. In Stupperhof lebt eine Außenwohngruppe des Josefshauses Olpe und betreibt dort eine Scheunenwirtschaft. Nach dem Labyrinthspaziergang können Sie dort am Wochenende Kaffee und Kuchen genießen. 
(Abb.: Blick vom Labyrinth auf Stupperhof) Mehr über das Labyrinth erfahren Sie auf dieser Hompage unter DER SCHLÜSEN-LEHRPFAD 
"Schlüsen" nennt man in Drolshagen die alten Hohlwege, die sich hier überall durch die Wälder ziehen. Unterhalb des Ortes Junkernhöh, unweit von Schützenbruch, hat Drolshagen Marketing e.V. unter Federführung von Dr. Rolf Heinen einen Lehrpfad gestaltet, der ein Gefühl für alte Zeiten und den harten Lebensalltag der Menschen vermitteln soll. Man erfährt, wie das Leben auf und mit den alten Wegen verlief, und was passierte, als sich der Verkehrsstrom durch neue Straßen änderte.VIA EST VITA! "Die Straße ist das Leben", sagten schon die alten Römer, und das gilt bis in die heutige Zeit.
(Abb: Alte Schmiede in Junkernhöh) Drolshagen hat seit jeher eine regional bedeutsame Einbindung in ein überregionales Netz von Handelsstraßen. Deswegen finden wir im Drolshagener Land eine Vielzahl von Schlüsen, die vor allem im Mittelalter entstanden und genutzt wurden. Damals waren sie die Lebensadern der Region. Das Schlüsenbündel bei Junkernhöh ist ein eingetragenes Bodendenkmal. Der Gang durch diese Schlüsen ist wie eine Zeitreise: Man hört die Gegenwart, die Autobahn, aber man taucht ein in die Vergangenheit, erfährt viel über Fuhrleute und Transportmittel aus vergangenen Zeiten - das Rad der Geschichte, der Wandel der Zeit ist deutlich erkennbar. 
Die Ortschaft Junkernhöh lebte früher von und mit dem Verkehr, der durch die Schlüsen lief. Die Schlüsen blieben erhalten und auch in Junkernhöh sind noch Gebäude aus der damaligen Zeit zu sehen. Diese seltene Konstellation gab den Ausschlag für den Lehrpfad an dieser Stelle. Das Schlüsenbündel besteht aus mehreren, parallel laufenden Hohlwegen in einem naturbelassenen Waldgebiet. Die Hohlwege sind bis zu 500 m lang und haben Steigungen bis zu 6%. Für die damaligen Fuhrwerke war dieser Weg sehr steil. Gewöhnlich mussten weitere Zugtiere in der Raststation angefordert werden; dazu genügte ein Peitschenknall. Die Wege wurden selbstverständlich auch von Händlern genutzt, die mit Hilfe von Kiepen, Tragestangen, Handwagen oder Lasttieren ihre Waren transportierten. Die Vielspurigkeit ist die Folge eines hohen Verkehrsaufkommens, schlechter Bodenverhältnisse und einer starken Steigung.Mehr über Schlüsen und den Lehrpfad erfahren Sie auf dieser Homepage unter: KAPELLEN IM DRÄULZER LAND Fast alle Dörfer des Drolshagener Landes haben zusammen mit den umliegenden kleineren Ortschaften eigene Kapellen. Diese Kapellen verdanken sich durchweg privaten oder gemeinsamen Initiativen, nicht pastoraler Planung. Sie werden bis zum heutigen Tage von den Dorfgemeinschaften unterhalten: ein beachtlicher Ausdruck ihres Zusammenhalts und religiöser Lebendigkeit. Die hier vorgestellten Beispiele stehen für alle anderen Kapellen des Drolshagener Landes. Die Kapelle in Wenkhausen 
Auf einer kleinen Anhöhe in Wenkhausen steht die spätbarocke Kapelle der "Jungfrau Maria vom Rosenkranz". 1716 war das Rosenkranzfest in Erinnerung an den Sieg über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto gestiftet worden. Die 1768 errichtete Kapelle ist nahezu vollständig aus privaten Mitteln des aus Olpe gebürtigen damaligen Pfarrers Franz Xaver Falcke gebaut worden. Einen seitlichen Anbau erhielt die Kapelle 1907 unter Weiterführung ihrer spätbarocken Formsprache. Die Kapelle zu Sendschotten 
Die erste Kapelle in Sendschotten stifteten die Eheleute Peter und Maria Rahrbach im Jahr 1684. Um ihr Marienbild rankt sich die Legende, die Statue stamme aus dem evangelisch gewordenen Wiedenest; ihre früheren Besitzer hätten versucht, sie zurück zu holen, was aber unerklärliche Begebenheiten verhinderten. Seit 1705 steht dieses Bildnis im Mittelpunkt des "Sendschotter Umgangs", einer Flurprozession, die von Sendschotten über viele benachbarte Orte zieht. - Die heutige neogotische Kapelle von 1871 hat der Paderborner Diözesanbaumeister Güldenpfennig entworfen. Die Kapelle in Hützemert 
Wie überall im Drolshagener Land wollten auch die Bewohner des damals noch kleinen Hützemert eine eigene Kapelle. Im Jahr 1863 bauten sie in Eigeninitiative die bis heute unveränderte kleine Kapelle "Mariä Geburt", deren Wertschätzung durch die große Kirche von 1960 keine Minderung erfahren hat. Die "Bauernmalerei" im Inneren zeigt Maria auf dem Altarsockel, umgeben von Petrus und Paulus. Kinder überreichen ihr eine Schüssel mit brennenden Herzen. Darunter ist zu lesen: "Sieh unsere Herzen, sie weihen wir dir. Erhalte sie rein, wie der Lilien Zier." Die Kapelle in Husten 
Der Bau der Herz-Jesu-Kapelle geht zurück auf Regina Wolfschläger, die 1880 mit 24 Jahren an Typhus verstarb und ihr gesamtes Vermögen der Dorfgemeinschaft Husten zur Errichtung einer Gebetsstätte vermachte. Schon 1885 war der neugotische Bau fertig gestellt. Wenn anfänglich der Kapellenbau mit 3000 Mark (ohne Eigenleistung) finanziert werden konnte, kostete ihre Renovierung zu Beginn der 1990er Jahre rund 100 000 DM. Im August 2007 feierte der gesamte Iseringhauser Grund das 125-jährige Bestehen dieser Kapelle. Weitere Kapellen im Drolshagener Land sind die Kapelle St. Maria vom Berge Karmel in Berlinghausen, St, Elisabeth in Dumicke, St.-Aloysius in Wegeringhausen, St. Engelbert in Germinghausen, St.-Theresia vom Kinde Jesu in Benolpe, St.-Agatha in Brachtpe, Maria Königin in Scheda, St.-Georg in Bühren, St.-Franziskus in Frenkhausen und die Kapelle Mataer Dolorosa in Essinghausen.Weitere Infos unter: DIE EICHENER MÜHLE 
Die Eichener Mühle wird im Jahr 1512 erstmals erwähnt. Früher nannte man diesen Ort "Im Kreuzohl" und die dortige Mühle wurde damals als Getreidemühle genutzt und war mit einem eisernen oberschlächtigen Wasserrad ausgestattet. Die Eichener Mühle war eine "Bannmühle" des Klosters Drolshagen. Das bedeutete, dass die umliegenden Bauern nur hier ihr Korn mahlen lassen durften. Das Mühlrad wurde von dem Wasser eines Teiches angetrieben, den die Bäche Rose und Brachtpe speisten. Noch heute leiten beide Mühlgräben ihr Wasser zum großen Mühlenteich. Die Brücke über die Rose existierte in früheren Jahrhunderten noch nicht. Die Bauern gelangten mit ihren Fuhrwerken durch eine Furt zur Mühle. Später kam zu der Getreidemühle noch ein Sägewerk hinzu. Diese Kombination war eine echte Rarität im Kreis Olpe. Als beides nicht mehr genutzt wurde, begann die Mühle zu verfallen. 
Um so erfreulicher ist es, dass heute nach einer Totalrenovierung wieder ein schmuckes Gebäude auf den Fundamenten der alten Mühle steht und Getreidespeicher, Wasserrad und Sägegatter erhalten blieben. Aus dem Archiv des ehemaligen Klosters Drolshagen1594 März 27, BonnErnst, Erzbischof zu Köln usw., Bestätigt der Äbtissin Walburgh vom Wischell und den Konventualinnen des Gotteshauses Drolßhagenn, die durch den Krieg im Erzstift wie auch durch die Restaurierung ihres baufälligen Klosters in Not geraten sind, ihre beiden Mahlmühlen unterhalb der Stadt ... und auf dem Creutzoell und erklärt sie zu Zwangsmühlen für Stadt und Kirchspiel Drolßhagenn, deren Eingesessene fortan nicht mehr die Mühlen zu Olpe... benutzen dürfen. Da sie von den Fischmärkten weit entfernt sind und darum an Fastentagen Not leiden, verleiht er ihnen das Fischereirecht von der Stadt Drolßhagenn... und zwar in Bächen, Mühlenweiher, Teichen, Gräben und Schlachten. Diese dürfen durch niemand anders "mit Hamen, Korb oder Reußen besetzt, noch mit Pfannen und dergleichen Rustungh ausgeschöpft" werden. Die Nichtachtung dieser Privilegien wird mit 100 Goldgulden geahndet. Wir danken all den Mitbürgern, die uns Fotomaterial zur Verfügung gestellt haben. Vor allem Joachim Nierhoff für das Bildmaterial aus dem Buch "Drolshagen". (Erhältlich in der Buchhandlung am Markt in Drolshagen) Das Archivfoto zur Eichener Mühle ist dem Buch "Bilder einer Stadt" von Josef Hesse entnommen.
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