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Stadtmauer und Pfarrhaus

Schon zwei Jahre bevor die ehemalige Freiheit Drolshagen 1477 durch den Erzbischof Ruprecht von Köln Stadtrechte verliehen bekam, wurde mit dem Bau einer Stadtmauer begonnen. Man versprach sich von ihr Schutz nach außen und Zusammenhalt nach innen. Durch vier Pforten, in denen die Haupthandelswege mündeten, gelangte man in die Stadt.

Die Kirche lag am Stadtrand, vermittelte zwischen Kloster und Bürgerschaft. Pfarrhaus und Kloster lagen außerhalb der ummauerten Stadt, wenngleich der Klosterbereich ebenfalls umfriedet war. Durch eine kleine Pforte gelangten die Nonnen in die von ihnen mitbenutzte Kirche. Die Reste der Stadtmauer hinter dem Chor der St.-Clemens-Kirche sind das letzte Zeugnis des noch bis zum Stadtbrand von 1838 zu großen Teilen bestehenden Mauerrings. Dieser wich der ganz anders konzipierten Planung des Wiederaufbaus. Ungefähr an der Stelle, wo sich jetzt der Eingang in den Pfarrgarten befindet, stand in der Stadtmauer der Pulverturm, dessen Name auf seine Funktion als Lagerstätte für explosives Material hindeutet.

Der alte Pastoratshof lag mit seinen Wirtschaftsgebäuden außerhalb der Stadtmauer und blieb aufgrund dieser Lage vom Stadtbrand verschont. Das Wohngebäude war aber 1848 so baufällig geworden, dass es abgerissen wurde. Unmittelbar daneben begann man mit dem Neubau, für den 4600 Taler Baukosten veranschlagt waren. Angeblich wurde das Gebäude so gedreht, dass der Pfarrer nicht auf den Friedhof schauen musste. Das neue Pfarrhaus war 1850 fertig. Mit seiner Schaufront weist es zu dem großen, ummauerten Garten, von dessen prächtiger und streng symmetrischer Anlage heute nur noch einige Terrassen und ein Weg zeugen. Diese Gartenfront des Pfarrhauses ist ein hervorragendes Beispiel klassizistisch-biedermeierlicher Gestaltung. Die symmetrische Anlage und klare Gliederung sind dafür kennzeichnend, aber auch der repräsentative Türaufbau. Das Pfarrhaus wurde unter Pfarrer Joseph Hermann Gördes gebaut. Zu seiner Zeit betrieben die Drolshagener Pastoren noch Landwirtschaft. Im 19. Jahrhundert haben sie wesentlich dazu beigetragen, die Viehzucht zu verbessern, die Felderträge zu steigern und eine vernünftige Forstwirtschaft zu betreiben.

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